Die Entwicklung des Automobilmarktes 2010
Der Automobilmarkt hat sich entgegen aller Befürchtungen in 2010 gut entwickelt. Dies zeigen der gewachsene Autobestand sowie auch gestiegene Zulassungszahlen.
Die wichtigsten Entwicklungen im Jahre 2010 waren:
- Der Auslauf der Verschrottungsprämie am 31. Juli 2010
- Die Auswirkungen der neuen Verordung zum KFZ-Vertrieb
- Die Reduzierung der CO2-Emissionen
- Elektrofahrzeuge und neue Mobilitätsformen kündigen sich an
Die Neuanmeldungen
Nach einem deutlichen Rückgang der Neuanmeldungen um rund 10% in 2009 hat sich der Markt in 2010 mit 49726 verkauften Exemplaren und einem Wachstum von 5,2% stabilisiert. Das Rekordergebnis des Verkaufsjahres 2008 mit 52359 Autos konnte jedoch nicht erreicht werden.
Heckklappenfahrzeuge machten dabei mit 19404 Exemplarenen (+0,6%) den größten Teil aus, gefolgt von Kombis mit 13134 Zulassungen (+13,1%). Bei den Mehrzweckfahrzeuge stiegen die Zahlen um 18% oder 9440 Exemplare, wohingegen die Allradfahrzeuge bzw. Geländewagen einen Rückgang von 30% verbuchen mussten. Limousinen, Coupés und Cabriolets brachten es zusammen auf 7736 Neuzulassungen. Der Trend geht weg von den Geländewagen und hin zu den Kombis und Mehrzweckfahrzeugen.
Betreffend der Motorisierung waren 74,9% der neu zugelassenen Fahrzeuge Diesel und 24,7% Benziner. Hybrid-Fahrzeuge kamen auf einen Marktanteil von 0,4%.
Der Fahrzeugbestand
Der Gesamtbestand an Fahrzeugen stieg in 2010 um 1,7% auf 337251 Stück; auf zehn Einwohner kommen 6,7 Autos (gegenüber 6,2 in 2000). Laut SNCT hängt die Entwicklung des Fahrzeugbestands von zwei Faktoren ab: von der Entwicklung der Wohnbevölkerung und deren Bedürfnis nach Mobilität.
Die Umweltwerte
In 2010 wurde 15750 Fahrzeuge mit niedrigem CO2-Ausstoß (darunter versteht man Fahrzeuge mir einem CO2 Ausstoss von unter 120g/km) neu angemeldet. Dies entspricht 31,7% der gesamten Neuzulassungen.
Im Durchschnitt stoßen die in 2010 in Luxemburg neu angemeldeten Fahrzeuge 147g CO2/km aus. Verglichen mit den Zahlen aus den Jahren 2007 (166g), 2008 (160g) und 2009 (153g) kann ein kontuierlicher Rückgang der CO2-Werte festgestellt werden.
Alain Petry, clc
Quellen: SNCT , Statec und clc-Berechnungen


